IoT für produzierende KMU

Maschinenanbindung ohne Millionenbudget – skalierbar und wartungsarm.

Kleine und mittelständische Fertigungsunternehmen stehen vor einem Dilemma: Der Digitalisierungsdruck steigt, aber Ressourcen für große IT-Projekte fehlen. Wir erforschen pragmatische IoT-Ansätze, die mit überschaubarem Aufwand reale Mehrwerte liefern.

Die spezifische Herausforderung im KMU-Umfeld

Viele Maschinen in mittelständischen Betrieben sind 10 bis 30 Jahre alt und verfügen über keine digitale Schnittstelle. Gleichzeitig fehlt internes IT-Personal für den Betrieb komplexer IoT-Middleware.

Standard-Industrielösungen sind häufig auf Großbetriebe ausgelegt und für KMU überdimensioniert – in Funktionalität, Lizenzkosten und Integrationsaufwand. Plug-and-play-fähige, betreibbare Systeme mit klarem Mehrwert sind gefragt.

Unser Forschungsansatz: Retrofit-first

  • Non-invasive Sensorik: Vibrations-, Strom- und Temperatursensoren an bestehenden Maschinen ohne Eingriff in die Steuerungslogik
  • Edge-Computing-Module: Vorverarbeitung und Protokollumsetzung direkt an der Maschine – unabhängig von Cloud-Verfügbarkeit
  • Standardisierte Datenschicht: Anbindung über OPC-UA, MQTT und REST – kompatibel zu offenen Plattformen wie open.WARE
  • Geringe Installationskomplexität: Konzepte, die von eigenem Wartungspersonal ohne IoT-Spezialkenntnisse betrieben werden können
  • Kostenoptimierung: Forschung zu TCO-optimierter Hardwareauswahl und Open-Source-Middleware-Stacks für den KMU-Kontext

Pilotprojekte und Erkenntnisse

Im Rahmen des Mittelstand Digital Zentrums Ländliche Regionen (MDZ-LR) wurden Retrofitlösungen in mehreren KMU in Südwestfalen und dem Ruhrgebiet umgesetzt. Die gewonnenen Erkenntnisse zu Installationshürden, Betreiberanforderungen und Skalierbarkeitsengpässen sind Grundlage unserer laufenden Forschung.

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